Brutto Netto Rechner

In der Regel ist es schwierig abzuschätzen, wie viel von Ihrem Bruttogehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben in Deutschland übrig bleibt. Unser Brutto Netto Rechner oder Einkommensrechner und die Tabellen geben ein genaues Bild Ihres Nettogehalts, der abgezogenen Steuern und der Sozialbeiträge. Am Ende wissen Sie, wie hoch Ihr Nettogehalt sein wird. Der Brutto Netto Rechner basiert auf dem deutschen Einkommenssteuersystem.

Brutto Netto Rechner

%

Zusammenfassung Einkommen und Steuern

Monatlich Jährlich
Bruttogehalt 3.000,00 € 36.000,00 €
Steuern
Solidaritätszuschlag
0,00 € 0,00 €
Kirchensteuer
0,00 € 0,00 €
Lohnsteuer
372,50 € 4.470,00 €
Soziale Beiträge
Rentenversicherung
279,00 € 3.348,00 €
Arbeitslosenversicherung
36,00 € 432,00 €
Krankenversicherung
238,50 € 2.862,00 €
Pflegeversicherung
56,25 € 675,00 €
Abzüge Insgesamt 982,25 € 11.787,00 €
Nettogehalt 2.017,75 € 24.213,00 €

Aufschlüsselung der Steuern

Steuerklassenvergleich

Gehaltsvergleich

Steuerklassen

Steuerklassen (Lohnsteuerklassen):

  • Klasse 1: Alleinstehende, in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebende, geschiedene, verwitwete oder verheiratete Arbeitnehmer, sofern sie nicht unter die Steuerklassen 2, 3 oder 4 fallen.
  • Klasse 2: Alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene Arbeitnehmer mit Kindern.
  • Klasse 3: Verheiratete und der andere Ehegatte bezieht kein Arbeitsentgelt, oder der andere Ehegatte bezieht weniger Arbeitsentgelt und fällt auf Antrag beider Ehegatten unter die Steuerklasse 5, oder verwitwete Arbeitnehmer in dem auf den Tod des Ehegatten folgenden Kalenderjahr (wenn am Tag des Todes des Ehegatten keine Trennung stattgefunden hat).
  • Klasse 4: Verheiratete, wo beide Ehegatten ungefähr gleichviel verdienen, ihren Wohnsitz in Deutschland haben und nicht getrennt leben.
  • Klasse 5: Verheiratete, aber der Vielverdiener wird auf Antrag beider Ehegatten in die Steuerklasse 3 eingestuft.
  • Klasse 6: Arbeitnehmer, die mehrere Löhne von mehreren Arbeitgebern erhalten, um die Lohnsteuer für den zweiten und alle weiteren Arbeitsverträge einzubehalten.

Das Arbeitseinkommen wird an der Quelle besteuert, je nach der Steuerklasse der Person. Die Steuerklassen unterscheiden sich je nach der geltenden Steuerfreigrenze. Verheiratete Paare stehen vor der Entscheidung, eine Kombination aus Steuerklasse 3/5 oder Steuerklasse 4/4 zu wählen. Im ersten Fall erhält der besser verdienende Ehepartner den doppelten Grundfreibetrag, während der Zweitverdiener mit einem sehr niedrigen Einkommen mit einem höheren Steuersatz besteuert wird. Im letzteren Fall werden beide Ehegatten nach dem Regelfreibetrag besteuert.

Eine Kombination der Steuerklassen 3 und 5 für Ehepaare ist nur möglich, wenn beide Ehegatten ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Wenn Ihr Ehepartner noch auf sein Visum im Heimatland wartet, werden Sie in Steuerklasse 1 eingestuft und können einen Steuerklassenwechsel beantragen, sobald Ihr Ehepartner ebenfalls in Deutschland angemeldet ist.

Die Wahl der Steuerklasse ist nur für die Quellensteuer und damit für das sofort verfügbare Einkommen von Bedeutung. Die Wahl der Steuerklasse hat keinen Einfluss auf die Steuererstattung, wenn einige Monate nach Ablauf des Steuerjahres ein Einkommensteuerbescheid ergeht.

Steuerklasse wechseln

Seit dem 1. Januar 2020 können Ehegatten und Lebenspartner ihre Lohnsteuerklasse mehrmals innerhalb eines Jahres wechseln. Der Wechsel der Steuerklasse kann über die ELSTER-Webseite oder bei dem Finanzamt erfolgen, in dessen Bezirk die Ehegatten zum Zeitpunkt der Antragstellung wohnen. Er muss von beiden Ehegatten unterschrieben und dann an das Finanzamt geschickt werden.

Kinderfreibetrag

Eltern können für ihre Kinder einen Kinderfreibetrag erhalten, wenn sie ihre Steuern zahlen. Der Kinderfreibetrag soll sicherstellen, dass alle Kinder das Existenzminimum haben. Wenn die Eltern einen bestimmten Betrag nicht überschreiten, bleibt ihr Einkommen steuerfrei. Kinderfreibeträge wirken sich auf die Höhe des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer aus. Auf die Höhe der Lohnsteuer haben diese Freibeträge jedoch keinen Einfluss. Generell gilt: Die Eltern haben entweder Anspruch auf das Kindergeld oder auf den Kinderfreibetrag. Es ist nicht möglich, das Kindergeld zu erhalten und dann zu versuchen, den vollen Kinderfreibetrag von der Steuer abzusetzen.

Rentenversicherung

Jeder, der in Deutschland arbeitet, ist verpflichtet, sich an einem Rentenplan zu beteiligen. Mit der Zeit sammeln sich Ihre Beiträge an, um Ihnen eine Grundrente für Ihren Ruhestand zu sichern. Wenn Sie selbstständig sind, können Sie wählen, ob Sie der gesetzlichen Rentenversicherung beitreten oder eine private Altersvorsorge aufbauen. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung liegt seit dem 1. Januar 2018 konstant bei 18,6%. Die Rentenversicherung wird zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist Teil des Sozialversicherungssystems in Deutschland. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt 2,4% des Bruttolohns und wird zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Er gilt vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2022.

Krankenversicherungen

In Deutschland muss jeder krankenversichert sein. Selbstständige oder Personen, die mehr als 64.350 € im Jahr verdienen, haben die Wahl zwischen einer privaten Krankenversicherung oder einem freiwilligen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 14,6 % des Bruttolohns und wird zu gleichen Teilen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. 7,3 % werden direkt vom Bruttolohn abgezogen, die restlichen 7,3 % steuert der Arbeitgeber bei. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag, der sich nach dem Einkommen der einzelnen Krankenkasse richtet. Dieser beträgt durchschnittlich 1,2 % des Bruttolohns.

Sie haben drei Alternativen für die Krankenversicherung, von denen sich jede auf Ihr endgültiges Einkommen auswirkt:

  • Gesetzlich pflichtversichert - Nahezu 90 % der Bevölkerung (73,3 Mio. Menschen) zahlen in das öffentliche Krankenversicherungssystem ein. Auch die Pflegeversicherung wird von der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt (Pflegeversicherung). Der Beitrag zur Krankenversicherung wird zu gleichen Teilen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt.
  • Privatversichert - Private Krankenversicherung, bei der der Arbeitnehmer die gesamten Kosten trägt.
  • Freiwillig gesetzlich versichert - Private Krankenversicherung, bei der die Kosten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt werden.
  • Pflegeversicherung

    Ab dem 1. Januar 2022 beträgt der Beitragssatz 3,05 % des Bruttoeinkommens für Eltern und 3,40 % für Kinderlose. Die Versicherungskosten werden zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer geteilt.

    Solidaritätszuschlag

    Der Solidaritätszuschlag wurde im Jahr 1991 eingeführt. Ab 2021 hat die Bundesregierung das Gesetz geändert, so dass nur noch Besserverdienende den Solidaritätszuschlag zahlen müssen. Ab 2022 werden 5,5 % der Einkommensteuer als Solidaritätszuschlag vom Bruttolohn abgezogen, wenn die Einkommensteuer über 16.956 € für Alleinstehende und 33.912 € für gemeinsam veranlagte Ehepaare liegt. Außerdem darf der Solidaritätszuschlag nicht mehr als 11,9 % der Differenz zwischen der Einkommensteuer und der Freigrenze betragen.

    Kirchensteuer

    Steuerpflichtige, ob römisch-katholisch, evangelisch oder Mitglieder anderer steuererhebender Religionsgemeinschaften, zahlen einen Betrag in Höhe von 8 % in Bayern und Baden-Württemberg bzw. 9 % in anderen Bundesländern ihrer Einkommensteuer als Steuer an die Religionsgemeinschaft, der sie angehören.

    Sie können die Kirchensteuer nur dann nicht mehr zahlen, wenn Sie aus der Kirche austreten.

    Einkommenssteuer

    Deutschland hat ein progressives Einkommenssteuersystem. Progressive Besteuerung bedeutet, dass Personen mit niedrigem Einkommen niedrige oder keine Steuern zahlen. Diejenigen mit höherem Einkommen zahlen mehr Steuern. Mit der Erhöhung des Bruttoeinkommens steigt auch der Einkommenssteuersatz. Die Steuersätze sind in fünf Tarifzonen unterteilt:

    • Tarifzone 1: Diejenigen, deren Jahreseinkommen unter 10.347 € liegt, sind von der Einkommensteuer befreit.
    • Tarifzone 2: Sie gilt für alle steuerpflichtigen Einkommen zwischen 10.347 € und 14.926 €. In dieser Zone steigt der Steuersatz schrittweise vom Einstiegssteuersatz von 14 % auf 23,97 %.
    • Tarifzone 3: Sie gilt für alle steuerpflichtigen Einkommen zwischen 14.927 € und 58.596 €. Die Steuersätze in dieser Tarifzone steigen schrittweise von 23,97 % auf 42 %.
    • Tarifzone 4: Er gilt für alle Einkommen zwischen 58.597 € und 277.825 €. In dieser Tarifzone steigt der Steuersatz nicht mehr schrittweise an, sondern bleibt konstant bei 42 %.
    • Tarifzone 5: Sie gilt für alle Einkommen ab 277.826 €. In dieser Tarifzone liegt der Steuersatz konstant bei 45 %.